Neue Methoden fuer glatte Beine-Lymphologie in der Cellulite-Therapie immer wichtiger

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Neue Methoden für glatte Beine - Lymphologie in der Cellulite-Therapie immer wichtiger

Ob Vakuummassage, Lipolyse, Pulslicht- oder Lasertherapie - im Bereich Cellulite-Behandlung existieren vielfältige Neu- und Weiterentwicklungen. Häufige Gemeinsamkeit: Die neuen Verfahren wirken gezielt unter der Haut, regen Stoffwechsel und Lymphtätigkeit an und bekämpfen Cellulite von Innen heraus. Erkenntnisse aus der Lymphologie gewinnen dabei für Therapeuten und Operateure weiter an Bedeutung. Dr. med. Manuel E. Cornely, Dermatologe und Lymphspezialist aus Düsseldorf erklärt, warum es heute effektive Methoden gegen Cellulite gibt und wie sie wirken.

Bei Cellulite handelt es sich um einen schwer zu durchbrechenden Kreislauf: Am Anfang stehen die Gene, denn Cellulite entsteht bei ererbter Bindegewebsschwäche. Durch Stoffwechselstörungen und Gewichtszunahme sammeln sich Fett und Wasser in der Unterhaut, verstopfen das Gewebe und verschlechtern die Durchblutung. Dies wiederum führt zu einem erneuten Rückgang des Stoffwechselprozesses und zu weiteren Fettablagerungen. Die bekannten Dellen an der Hautoberfläche entstehen auf Grund der speziellen Struktur des weiblichen Bindegewebes: Gewebsstränge durchziehen dieses und teilen es in zahlreiche Kammern, die direkt unter der Haut mit Fettzellen gefüllt sind. Kommt es zu einer Vermehrung der Fettzellen, quellen diese aus den Kammern hervor, steigen nach oben in Richtung Hautoberfläche und zeichnen sich dort durch die berüchtigten styroporkugelartigen Dellen ab.

Mit Massagen und Lymphgymnastik zu straffer Haut

Cellulite lässt sich je nach Ausprägung in die drei Stadien leicht, mittel und schwer unterteilen. Leichte Cellulite bleibt dem ersten Blick verborgen, erst beim Zusammendrücken der Haut zeigen sich einige Dellen. Im zweiten Stadium erkennt die Patientin bereits im Liegen erste Unebenheiten und bei schwerer Cellulite mit großlappigen Veränderungen empfiehlt sich eine Behandlung unter dermatologischer Aufsicht. Dr. Cornely: "Bei sehr leichter Cellulite im ersten Stadium oder zur Celluliteprophylaxe eignen sich selbst angewandte durchblutungsfördernde Maßnahmen, die zusätzlich die Lymphtätigkeit anregen wie zum Beispiel Lymphgymnastik, leichte Drainagen, Wechselduschen oder Bürstenmassagen. Es kommt darauf an, die interstitielle, also zwischen den Zellen gelagerte, Flüssigkeit zu verschieben und den Lymphfluss aus dem Gewebe zu fördern. Den gleichen Effekt, allerdings sehr viel wirksamer, erzielen Vakuumsaugpumpsysteme wie Endermologie." Bei Endermologie regt die Therapeutin mit einem Vakuummassagegerät die Durchblutung und Lymphtätigkeit im betroffenen Gewebe an und glättet so die Hautoberfläche. Entgegen vieler Annahmen, lässt sich bereits vorhandene Cellulite nicht mit Fitness- oder Diätkuren beseitigen. Sport und gesunde Ernährung helfen lediglich, den Umfang der Beine zu vermindern, die Fettzellen in den Bindegewebskammern zu entlasten und somit eine Verschlechterung der Cellulite zu verhindern. Cornely: "Es ist ein Mythos, dass Muskelaktivität positiv auf das Hautrelief an Beinen und Po einwirkt und dieses glättet. Hautgewebe kann durch Sport nicht trainiert werden, da es keine Muskelzellen enthält. Nichtsdestotrotz sollte Sport jede physikalische Cellulite-Therapie begleiten, da er positiv auf die Entlastung der Fettzellen und die Durchblutung des Gewebes wirkt."

Neue Cellulite-Methoden unter der Lupe

Neue experimentelle Ansätze aus den Bereichen der physikalischen sowie der Laser- und Lichtmedizin nähern sich der Problemzone Cellulite auf andere Weise: Sie basieren darauf, Fettzellen aufzulösen oder zu verkleinern. Behandlungen unter Einsatz von radiofrequentem Strom und polichromatischem Licht (IPL-Technology) befinden sich ebenso in einer fortgeschrittenen Erprobungsphase wie die in Deutschland erst im Jahr 2005 eingeführte photodynamische Therapie bei Cellulite. Cornely: "Besonders die photodynamische Therapie scheint als chemische Behandlung der Fettauflösung Erfolg versprechend, ist diese doch seit über hundert Jahren bekannt und erfolgreich im Einsatz zur Behandlung von bösartigen Zellveränderungen." Bei der photodynamischen Cellulite-Therapie injiziert der Therapeut ein lichtempfindliches Präparat unter die Haut und aktiviert dieses nach einer entsprechenden Einwirkzeit mit von außen aufgebrachtem Licht. Präparat und Lichtquelle zerstören in Kombination die Fettzellen. Cornely: "Die Erfolge der photodynamischen Fettauflösung sind noch nicht hinreichend dokumentiert. Es bleibt abzuwarten, ob wir mit diesem Verfahren ein erfolgreiches Konzept haben werden, das venöse und lymphatische Gefäße ebenso schont wie die Nerven der Haut." Mit gleicher Vorsicht sollten Therapeuten zurzeit auch die medikamentöse "Lipolyse", besser bekannt als "Fett-weg-Spritze" ansehen. Ärzte propagieren diese seit einigen Jahren weltweit zur Auflösung von umschriebenen Fettpolstern. Eine entsprechende Zulassung für die Behandlung von Cellulite erhielt diese Anwendung bisher noch nicht.

Dermatochirurgische Cellulite-Therapien

Bei stark ausgeprägter Cellulite stehen dem operativ versierten Fachmann Methoden der Cellulite-Behandlung zur Verfügung, mit denen er die Fettzellen unter der Haut absaugt oder in ihrer Unebenheit ausgleicht. Cornely: "Sind die mit Fettzellen gefüllten Kammern so voll, dass die Einziehungen im Gewebe zu einem Gesamtrelief an der Oberfläche führen, kann durch die Methode des so genannten Liposhiftings ein Ausgleich zwischen den Anhebungen und Einziehungen erzielt werden, indem die Fettzellen umverlagert werden. Liposhifiting ist eine der Liposuktion entnommene Methode, bei der jedoch das Fett nicht abgesaugt wird." Mit Hilfe des Liposhiftings durchbricht der Operateur in lokaler Betäubung mit speziellen Instrumentarien die Wände der Kammern unter der Haut und platziert das Fettgewebe von den Anhebungen in die Einziehungen. Eine Fettabsaugung findet bei der Liposhifting-Methode nicht statt. Bei ausgeprägteren Befunden mit großlappigen Veränderungen im Bereich des Fettkörpers eignet sich die Lymphologische Liposculptur nach Dr. Cornely, eine besondere Methode der Fettabsaugung unter Schonung der Gefäße, insbesondere der Lymphgefäße.

Dr. med. Manuel E. Cornely ist Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Phlebologie, Lymphologie in Düsseldorf.

Hautaraxis Dr. med. Manuel E. Cornely
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