Arbeiten im Stehen-so stehen sie richtig

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Arbeiten im Stehen - so stehen sie richtig

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Der menschliche Körper ist nicht dafür gemacht, dass man den ganzen Tag nur still auf der Stelle steht. Ist jedoch genau dies am Arbeitsplatz gefordert, kann es zu Muskelverkrampfungen, Fehlhaltungen, geschwollenen Beinen und zahlreichen weiteren unangenehmen Nebenerscheinungen kommen. Unternimmt man nicht rechtzeitig etwas gegen den Zustand der Bewegungslosigkeit können sich weitere schwere Folgeschäden und Erkrankungen bis hin zum Bandscheibenvorfall ergeben.

Hier einige Tipps, wie sie gesundheitliche Schäden durch zu langes Stehen vermeiden können:

• Versuchen sie keines ihrer Körperteile lange in ein und derselben Haltung zu lassen, sondern sie immer wieder anders zu belasten und die Muskeln an- und zu entspannen. Auch kleine Bewegungsveränderungen lassen sich in Arbeitsabläufe integrieren. Versuchen sie sich das bewusst zu machen und daran zu denken.

• Fangen sie von unten her an und bewegen sie ihre Fußmuskulatur. Schon wenn sie nur die Zehen nach oben ziehen und wieder senken, wird die ganze Wadenmuskulatur mit bewegt und Schwellungen in den Beinen können so vermieden werden.

• Spannen sie ihre Gesäßmuskulatur an und rollen sie ihr Becken sanft vor und zurück. So wird ihre Lendenwirbelsäule mobilisiert, Muskelverspannungen können sich besser lösen.

• Lassen sie ihre Schultern zwischendurch Kreisen und versuchen sie stets die Schultern von den Ohren wegzuziehen und die Nackenmuskulatur dabei entspannt zu lassen.

• Harte Böden sind Gift für ihre Füße und die Gelenke ihres Körpers, da Stöße so schlechter gedämpft werden können. Haben sie keine dämpfenden Steharbeitsmatten im Betrieb versuchen sie dem mit orthopädischen Schuheinlagen entgegenzuwirken. Heutzutage gibt es statt den starren Einlagen auf denen der Fuß nur aufliegt auch solche die den Fuß aktiv reizen die Muskeln zu nutzen (propriozeptive Einlagen). Beide können vom Orthopäden oder Hausarzt verschrieben und beim Sanitätshaus angefertigt werden.

• Vermeiden sie wenn möglich das Tragen hoher und zu enger Schuhe, da diese die Belastung für den Vorfuß enorm erhöhen und Fußdeformitäten zur Folge haben können.

• Wenn sie Probleme mit den Venen haben (müde, schwere Beine, Besenreißer, Krampfadern) versuchen sie besonders mit ihren Beinen in Bewegung zu bleiben, da das Blut nur abtransportiert werden kann, wenn die Wadenmuskulatur bewegt wird (z.B. auf den Zehenspitzen balancieren). Suchen sie vorsichtshalber einen Arzt auf, da eventuell Kompressionsstrümpfe getragen werden müssen um Venenentzündungen und offenen Beinen vorzubeugen.

• Fragen sie ihren Arbeitgeber ob sie eine Stehhilfe oder einen Stuhl für zwischendurch bekommen können um Haltungsschäden und Langzeitfolgen entgegenzuwirken.
Wenn schon stehen, dann richtig: Beine hüftbreit auseinander gestellt, Knie leicht gebeugt, den Rücken gerade, Bauch und Po leicht angespannt, das Becken nach vorne. Der Nacken ist lang, die Schultern sind entspannt und nicht vergessen- immer wieder die Haltung leicht verändern.

Tipps für den Alltag: Gerade wer bei der Arbeit lange steht, sollte in seiner Freizeit einen Ausgleich schaffen und viel Sport treiben. Aber nicht vergessen, es ist auch wichtig abends mal die Beine hochzulegen. Jeder sollte hier sein gesundes Mittelmaß finden.
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